Nervensystem- und körperorientiert den Musikalischen Berufsalltag gestalten

Momentum! Wieder starten nach der Sommerpause!

August 08, 20264 min read

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne." Hermann Hesse

Wer kennt es nicht...

Der Berufsalltag beginnt und das Momentum Urlaub ist verpufft. Alle alten Muster und Gewohnheiten haben dich schneller eingeholt, als dir lieb ist. Dabei hattest du dir vorgenommen, dass du dir nach dieser Sommerpause endlich mehr Raum nimmst für dich und deine Bedürfnisse, statt einfach wieder nur zu funktionieren.

Doch ehe du dich versiehst, planst du einfach eine Probe nach der anderen und telefonierst die Liste deiner Schüler:innen durch.

Ich möchte dir 4 praktische Tipps geben, wie du nervensystem- und körperorientiert in den Berufsalltag zurückkehren kannst, du dir das Momentum Urlaub erhältst und dir mehr Raum für dich und deine Bedürfnisse schaffst.

Damit die Dinge, die dir Kraft und Energie geben und dich motivieren, einen festen Platz in deinem Berufsalltag bekommen.

Dabei gebe ich dir Übungen mit, die ich auch mit Musiker:innen in der traumasensiblen Begleitung erarbeite. Traumasensibel heißt in dem Zusammenhang, nervensystem- und körperorientiert auf die eigenen Bedürfnisse und Ressourcen zu blicken und wirkt vor allem präventiv. Stress- und Traumaprävention sind wichtige Bestandteile der Methode Traumasensibel begleiten TSB® von Natalie Bürk.

4 Tipps um entspannt und verbunden in den musikalischen Berufsalltag zurückzukehren.

Ressourcen
Ressourcen sind der Gegenpol zum Stress. Sie geben dir die Kraft und Energie, Herausforderungen zu meistern. Ressourcen können sein, ein Hobby, Tiere, Freundschaften, Familien, Nahrung, Ästhetik, etc., aber auch innere Ressourcen wie zum Beispiel Dankbarkeit, positive Glaubenssätze, Erinnerungen, Routinen. In der Urlaubszeit haben diese Ressourcen oft sehr viel Raum und sind uns sehr präsent. Ich zum Beispiel bin total gern im Kontakt mit Freunden und Kollegen. Deswegen nehme ich mir Zeit für gemeinsame Mittagessen, Telefonate oder Projekte.

➡️ Die erste Übung: Schreibe eine Liste mit Dingen, die dir in der Sommerpause gut getan haben und frage dich, welche Ressourcen du bewusst in den Berufsalltag mitnehmen möchtest.

Tagesstruktur
Entspannt und genährt mit Ressourcen lohnt es sich, die gewohnte Tagesstruktur zu überdenken. Wann brauchst du mehr und wann brauchst weniger? Es geht darum, eine Art des Seins zu finden, die dir, deinem Nervensystem und deinem Körper entspricht, dich motiviert, Freude bereitet, in der du leisten kannst und Raum für Erholung findest. Und diese Art des Seins ist so individuell wie dein Fingerabdruck. Ein Musiker in der 1:1 Begleitung sagte mir, dass Abends die beste Zeit für ihn ist, zu üben. Denn da hat er die Ruhe, die er braucht.

➡️ Hier die zweite Übung: Frage dich, welche Möglichkeiten es gibt deine Tagesstruktur an deine Bedürfnisse anzupassen und deine Ressourcen zu integrieren und teste aus.

Präsenz
Kannst du den Moment wahrnehmen, wenn du von Verbindung, Entspannung, Flow und Freude zu Überforderung und Stress kippst? Es ist für viele der erste Schritt, sich wertfrei und neugierig selbst zu beobachten und den Moment anzunehmen. Annehmen im Sinne von registrieren. Ich kann eine Situation als stressig empfinden, ohne gleich etwas daran ändern zu müssen oder zu können. Vielmehr geht es darum, der Sprache des Körpers zu lauschen und so zu lernen, wie äußere und innere Faktoren auf uns wirken und erst im zweiten Schritt bewusst zu reagieren.

Es braucht viel mehr Kraft und Zeit, von einem hohen Stresslevel zurück in die Entspannung zu finden, als von einer beginnenden Überforderung.

Eine Musikerin hat in der traumasensiblen Begleitung gelernt, sich nach Momenten der Reizüberflutung bewusst einen Moment zurückzuziehen, zu erden und wieder in den Kontakt mit ihrem Körper zu kommen. Vor unserer Zusammenarbeit war sie nach der Reizüberflutung noch stundenlang erschöpft. Nun kann sie sich innerhalb von wenigen Minuten selbst regulieren und sich wieder neu orientieren.

➡️ Die dritte Übung: Sei präsent mit dir und deinem Körper und nehme dir in kleinen Mikromomenten den Raum, den du brauchst, um wieder bei dir anzukommen.

Selbstakzeptanz
An irgendeinem Punkt werden To-dos und Termine rein kicken. War dann alles für die Katz? Nein! Auch wenn dich mal alles überrollt, kannst du trotzdem deinen ganz eigenen Weg verfolgen.

➡️ Die vierte Übung: Übe dich in Selbstakzeptanz und formuliere einen Satz dazu, den du dir in diesen Situationen selbst sagen kannst, am besten laut aussprechen oder auf deinem Handy aufnehmen und abspielen.

Was schief gehen kann.

Alles braucht Übung und wenn du in deinem Alltag ein hohes Stresslevel und starke Anspannung gewöhnt bist, dann kann es passieren, dass du dich sehr konzentrieren musst, diese Impulse im Alltag umzusetzen.

In einer traumasensiblen Begleitung kann ich dich genau dabei unterstützen, deinen Alltag nervensystem- und körperorientiert zu gestalten und so für dich und deine Bedürfnisse zu sorgen.

So dass Musik und dein Musikberuf dich wieder erfüllt, anstatt dir Kraft zu rauben.

Kontaktiere mich gern für ein kostenloses Orientierungsgespräch. Ich freue mich auf dich.

Alles Liebe,
Tina 🎵 🌿


Quellen:
Dr. Michael Bohne, "Klopfen gegen Lampenfieber, Sicher vortragen, auftreten, präsentieren", 2023, 8. Auflage.

Du darfst diesen Artikel gerne teilen und zitieren. Bitte gib dabei die Originalquelle an:
https://blog.tinalaube.de/post/wieder-starten


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Tina Laube

Tina Laube

Mein Name ist Tina Laube. Als freischaffende Geigerin, Dozentin für Rhythmik/EMP an der HfM Dresden und Coach für Musiker:innen kenne ich die Herausforderungen von Musikberufen sehr gut. Ich unterstütze Musiker:innen, Selbstzweifel und Lampenfieber loszulassen, damit sie ihren Beruf gesund und erfüllt ausüben können. Meine Arbeit ist nervensystem- und körperorientiert ausgerichtet. Ich bin zertifiziert in Traumasensibel begleiten-TSB® sowie aktuell in Fortbildung PEP® (nach Dr. Michael Bohne - in Fortbildung).

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